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Vaultwarden statt 1Password: Passwort-Manager selbst hosten

Vaultwarden bringt Bitwarden-kompatible Passwortverwaltung auf Ihren eigenen Schweizer Server – für Teams ab CHF 9 pro Monat. Vergleich, Sicherheit und Umstieg.

Illustration: Tresortür mit grünem Drehrad

Die Antwort auf die häufigste Frage gleich zu Beginn: Ja, ein selbst gehosteter Passwort-Manager ist für Teams eine vollwertige und meist günstigere Alternative zu 1Password oder LastPass. Vaultwarden implementiert die Bitwarden-API in Rust, läuft extrem ressourcensparend und funktioniert mit allen offiziellen Bitwarden-Apps – Browser-Erweiterungen, Desktop-Clients, iOS und Android.

Was ist Vaultwarden – und wie verhält es sich zu Bitwarden?

Vaultwarden ist eine quelloffene, inoffizielle Server-Implementierung der Bitwarden-API. Die Clients bleiben die offiziellen Bitwarden-Apps; nur der Server wird ersetzt. Das bedeutet:

  • Volle Client-Kompatibilität: Autofill im Browser, Passkey-Unterstützung, TOTP-Codes, sichere Notizen und Karten – alles wie bei Bitwarden.
  • Team-Funktionen inklusive: Organisationen, Sammlungen und geteilte Zugänge, ohne Aufpreis pro Funktion.
  • Minimale Anforderungen: Vaultwarden ist in Rust geschrieben und kommt mit einem Bruchteil der Ressourcen des offiziellen Servers aus.

Ist ein selbst gehosteter Passwort-Manager sicher?

Die Sicherheitsarchitektur ist dieselbe wie bei den grossen Cloud-Diensten – mit einem wichtigen Unterschied beim Speicherort:

  1. Zero-Knowledge-Verschlüsselung: Alle Einträge werden auf dem Gerät ver- und entschlüsselt. Der Server – auch unserer – sieht nur verschlüsselte Blobs; das Master-Passwort verlässt das Gerät nie.
  2. Schweizer Datenstandort: Der verschlüsselte Tresor liegt in Schweizer Rechenzentren, nicht bei einem US-Anbieter. Warum das relevant ist, zeigt unser Beitrag zum US CLOUD Act.
  3. Managed Betrieb: Sicherheitsupdates, tägliche Backups und Monitoring übernehmen wir – der häufigste reale Schwachpunkt beim Selbst-Hosten (vergessene Updates) entfällt.

Für alle, die nur den Fliesstext hören: Vaultwarden verschlüsselt sämtliche Passwörter bereits auf dem Gerät, der Schweizer Server speichert nur verschlüsselte Daten, und um Updates und Backups kümmert sich der Managed-Betrieb.

Was kostet Vaultwarden im Vergleich zu 1Password?

LösungPreis (Stand: August 2026)Datenstandort
1Password Businessca. USD 8 pro Nutzer/MonatUS-Cloud
Bitwarden Enterpriseca. USD 6 pro Nutzer/MonatUS-/EU-Cloud
Vaultwarden bei OpenHostingab CHF 9 pro Monat für das ganze TeamSchweiz

Der strukturelle Unterschied: Cloud-Dienste rechnen pro Nutzer ab, eine eigene Vaultwarden-Instanz kostet pauschal. Ab etwa drei Personen ist das Selbst-Hosten günstiger, bei zwanzig Mitarbeitenden spart ein Unternehmen mehrere hundert Franken pro Jahr – die genaue Rechnung steht auf unserer Vaultwarden-Hosting-Seite.

Wie funktioniert der Umstieg von 1Password oder LastPass?

  1. Export: 1Password, LastPass und Co. exportieren Tresore als CSV- oder Format-eigene Dateien.
  2. Import: Der Bitwarden-Webtresor importiert diese Formate direkt – inklusive Ordnerstruktur.
  3. Clients verbinden: In den Bitwarden-Apps die eigene Server-URL hinterlegen, fertig.
  4. Alte Abos kündigen – nach einer Übergangsfrist von zwei Wochen.

Der ganze Vorgang dauert für ein kleines Team einen halben Tag. Wer möchte, dem richten wir die Instanz ein und begleiten den Import – Kontakt aufnehmen genügt. Für Kanzleien und Praxen, die neben Passwörtern auch Dateiablage und Dokumentenmanagement modernisieren wollen, lohnt sich ein Blick auf unsere Branchen-Pakete.

Bereit für Ihre eigene Cloud?

Alle vorgestellten Apps betreiben wir managed in Schweizer Rechenzentren – Betrieb, Updates und Backups inklusive.

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